Einige unserer "zu Hause"-suchenden Fellnasen...
Eddie
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toller Hodges
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07. Mai 2010
Glückshundefahrt vom 31.07. - 02.08.2009 Drucken E-Mail
Geschrieben von: Michael Nesseler   
Montag, 10. August 2009 um 05:51
4.6/5 (11 Stimmen)

Geschrieben von Jürgen Köbbert(einer der Fahrer):

Seit meiner Teilnahme an der Spendentransportfahrt für die Glückshunde im vergangenen Oktober war schon wieder ein dreiviertel Jahr vergangen und es kam schon fast so etwas wie Fernweh nach Ungarn in mir auf.
So war ich froh, dass ich mich mit Gabi und Denise mal wieder auf die Reise nach Cegléd machen durfte, um wieder einige von den vielen Hunden auf den ersten Schritten in ein neues, besseres Leben zu begleiten.
Es sollte insgesamt meine vierte Fahrt werden und mein siebter Besuch bei den Tierschützern in Ungarn.

In der Nacht vom Donnerstag den 30. auf Freitag den 31. Juli sollte es bei Gabi in Helferskirchen losgehen. Wegen der etwas längeren Anreise aus dem "hohen Norden" begann meine Fahrt schon am Donnerstag um 10 Uhr morgens. Bei Gabi angekommen wurden erstmal die mitgebrachten Sachspenden ausgeladen und anschließend beim Autovermieter der Transporter abgeholt. Da der Beginn der Rückfahrt in Cegléd bereits für ca. 19 Uhr am Samstag geplant war, würde für die Transportvorbereitungen (Boxen aufbauen, sichern usw.) neben all den anderen Dingen nicht viel Zeit bleiben. Deshalb hieß es, gut vorbereitet zu sein. Und so machten Gabi und ich eine Generalprobe, d.h. alle Boxen in der erforderlichen Größe aufbauen und mit laminierten Fotos einschl. Namen der jeweiligen Hunde versehen, um sie dann im Laderaum optimal und sicher anzuordnen.
Bei den vielen verschiedenen Größen und Bauarten der Boxen dauerte dieses "Puzzlespiel" doch eine ganze Weile. Leider konnte unser "Werk"
so nicht bleiben, denn dann wäre kein Platz für die vielen Sachspenden gewesen und schon gar nicht für die große Futterspende, die Heinz Henser dankenswerterweise von der Fa. Bosch für die Glückshunde besorgt hatte.
Also das Ganze nochmal rückwärts und dann hinein mit einer Waschmaschine, zwei Trocknern, einer großen Hundehütte, etlichen Plastikhundekörben, vielen kleinen und größeren Futterspenden, säckeweise Textilien und natürlich den wieder zerlegten Transportboxen.
Vorher aber noch schnell eine kleine Skizze ... sicher ist sicher !
Dann wurde der Wecker auf 2 Uhr gestellt, denn die Fa. Bosch erwartete unsere Ankunft ab 6 Uhr, so dass es gegen 3 Uhr losgehen konnte. Denise war pünktlich um 2.45 Uhr am Treffpunkt und auch ihre Sachspenden fanden noch Platz im Transporter, einem Sprinter 315 CDI mit 4,3 m Ladelänge, der übrigens ohne Panne seinen Dienst tat.

Die ersten 300 km bis Crailsheim wurden planmäßig in gut 3 Stunden absolviert und nach einer kleinen Suchfahrt durchs örtliche Industriegebiet konnten wir bei der Fa. Bosch 300 kg Futter in Empfang nehmen.
Nur unterbrochen von einigen Pinkel-, Raucher- und Kaffeepausen kamen wir abgesehen von einem kleinen Stau bei Budapest ohne Zwischenfälle gut voran. Die wegen des Ferienbeginns in Bayern und Ba-Wü erwarteten Urlauber waren noch nicht sehr zahlreich unterwegs. Allerdings stieg die Außentemperaturanzeige des Transporters im Laufe der langen Fahrt stetig bis auf über 30° C an. So waren wir froh, als wir gegen 18 Uhr bei Ágnes in Nagykörös eintrafen und das von der ungarischen Sonne aufgeheizte Fahrzeug verlassen konnten. Dort trafen dann auch noch Manuela und Marion ein, die mit eigenem Fahrzeug schon am Donnerstag von Dachau angereist waren, um zwei weitere Hunde abzuholen. Nach einer wie immer herzlichen Begrüßung und ein wenig Entspannung bei kühlen Erfrischungsgetränken servierte Ágnes uns allen ein wie immer köstliches Abendessen mit drei Gängen und Eiskaffee zum Abschluss.
Gesättigt und ein wenig abgekühlt ging es dann für das Damenquartett ins Hotel nach Cegléd, ich durfte als "Stammgast" auf persönliche Einladung von Ágnes und Pál in deren Gästezimmer übernachten. Das war mein Glück, denn gegenüber dem Hotel störte das permanente Heulen der Sirene einer Alarmanlage die Nachtruhe doch erheblich.

Ich hatte noch Gelegenheit, mir die beiden neuesten Schützlinge von Ágnes anzusehen: Báró und Princess, ein ca. 6 Monate altes, bildhübsches
Schäferhund-
Geschwisterpärchen. Leider z.Zt. noch total scheu, weil sie in ihrer Prägephase wohl ohne menschlichen Kontakt aufgewachsen sind. Sie wurden von den Stiftungsmitgliedern am Rand einer Schnellstraße unter Mithilfe eines Mannes eingefangen, der sie vorher schon wochenlang gefüttert hatte ohne sie anfassen zu können. Sie lebten dort alleine in einer Erdhöhle unter Büschen. Inzwischen nehmen sie schon Futter aus der Hand an, aber Streicheln lassen sie sich nur in einer Zwingerecke, wo sie nicht ausweichen können.

Am Samstag nach dem Frühstück trafen dann alle in der Station zusammen, um die vielen Spenden auszuladen.
Auf dem Weg dorthin zeigte mir Ágnes noch kurz das unbewohnte Haus der Eltern eines Stiftungsmitglieds in Cegléd, in dem aus Platzgründen auch noch Hunde untergebracht sind, die täglich versorgt werden müssen. In deren selbst bewohnten Haus leben nämlich inzwischen schon 20 Hunde, die auch in der Station nicht mehr bleiben können, weil die vorhandenen Zwinger eigentlich für von der Stadt eingewiesene Tiere frei gehalten werden müssen. Es wird also höchste Zeit, dass auf dem neuen Gelände die Zwinger für das eigentliche Tierheim der BELLA Foundation errichtet werden. Noch drücken die staatlichen Stellen ein Auge zu, aber irgendwann werden sonst wieder Tiere getötet werden müssen. Nach dem Ausladen wurde daher auch mit allen Anwesenden das weitere Vorgehen in dieser Sache besprochen.
Ich hatte noch eine Spezialaufgabe: Eine von einer Pflegestelle eigenhändig angefertigte Messlatte an der Außenwand der Station anschrauben, damit in Zukunft bei den Fotos für die Vermittlung die Schulterhöhe der Hunde gut abzulesen ist. Hoffentlich klappt's dann auch mit dem Postieren der Hunde vor der Wand ....

Natürlich wurden auch wieder Leckerlis und Streicheleinheiten verteilt und viele Fotos gemacht. Jeder suchte seine Favoriten in den Zwingern auf, um sie in natura kennen zu lernen. Dann ging es ans Aufbauen und Verstauen der Transportboxen, was dank der guten Vorbereitung relativ flott vonstatten ging, auch wenn es eine schweißtreibende Angelegenheit war bei über 30° C  im Schatten, in dem der Sprinter aber leider nicht stehen konnte.
Auf dem anschließenden Weg in ein Restaurant, in das uns Tibor und Kati zum Essen eingeladen hatten, machten wir noch einen Abstecher in deren Haus und Garten, wo wir dann noch jede Menge Streicheleinheiten verteilen und auch den bürokratischen Teil der Fahrt (Ausfüllen der
Transportgenehmigung) erledigen konnten.
Als Nachtisch zum Menü brachte Ágnes dann noch selbst gebackenen Kuchen mit. Dermaßen gut gestärkt ging's wieder Richtung Tierheim. Unterwegs wurden noch einige der vielen auch bei Imre und Gizi untergebrachten Pflegehunde eingeladen. Darunter war auch Henny, eine kleine ältere französische Bulldogge. Sie durfte es sich während der Fahrt nach Deutschland auf dem Schoß von Denise gemütlich machen.
Wegen der immer noch relativ hohen Temperatur beschlossen wir, das Einladen der Hunde und damit den Beginn der Rückfahrt um eine Stunde zu verschieben. Um 20 Uhr hieß es dann aber endgültig wieder Abschied nehmen von den ungarischen Tierschutzfreunden und den vielen Hunden, die noch weiter auf ein neues Zuhause warten müssen.
Auf einem Rastplatz bei Budapest sollten wir noch zwei weitere Hunde von einer privaten Tierschützerin übernehmen.
Wegen der unerwarteten Größe war die Unterbringung der beiden jedoch nicht so einfach, da unsere eingeplanten Boxen viel zu klein waren. So musste der Größere in seiner mitgebrachten Box bleiben, die noch so gerade ins Auto passte. Der Kleinere erwies sich obendrein auch noch als ausgesprochene Nervensäge, denn sein Kläffen in den höchsten Tönen verstummte nur auf den längeren Fahrtabschnitten.
Die Autobahnen in Ungarn, Österreich und Bayern waren ab 22 Uhr nahezu LKW-frei, so dass wir wieder zügig vorankamen. Der erste Hund wurde bei Stuttgart übergeben, die beiden Budapester bei Hockenheim. Das Wetter hatte über Nacht gewechselt und es regnete streckenweise bei wesentlich kühleren Temperaturen. Gegen 9.30 Uhr erreichten wir den Treffpunkt bei Gau-Bickelheim mit den Tierschützern der Tierhilfe ohne Grenzen. Dort gingen bis auf vier Hunde alle von Bord und unser Ziel Helferskirchen kam näher, von wo aus Denise allerdings noch eine ziemlich weite Strecke nach Schöningen bei Braunschweig mit ihrem Transporter vor sich hatte, um zwei Hunde in eine dortige Pflegestelle zu bringen und anschließend auch noch wieder zurück nach Hause in Gladbeck zu fahren.
Ein weiterer Hund wurde noch von seiner neuen Pflegemama bei Gabi abgeholt und auch Gabis drei Hunde haben mit Benny vorläufig einen neuen Spielkameraden.
Nach ein paar Stunden Schlaf fuhr ich dann wieder nach Hause Richtung Norden, wo meine zweite Fahrt für die Glückshunde um Punkt 22 Uhr zu Ende ging.
Es war mal wieder ein schönes, erlebnisreiches, aber auch sehr anstrengendes Wochenende, und wenn vielleicht in 10 oder 12 Wochen die nächste Glückshundefahrt ansteht, wäre ich gern wieder dabei.
Und "last but not least" ein großes Dankeschön an Michele, die als Sponsorin diese Fahrt erst möglich gemacht hat.

Anmerkung von Gabriele : Wunderbar, Jürgen, daß du einen so informativen Bericht geschrieben hast! DANKE nochmals. Auch Manuela für die meisten der hier eingestellten Fotos!!! Ihr seid super.Auch Densie nochmals einen extra Dank für die Höllenfahrt (es waren unzähligeStaus auf der Fahrt) weiter zu Heike um Hektor und Malvin in ihre Pflegestelle zu bringen.Ich habe einfach nur fantastische Helfer.

Mein Pflegehund (einer der Beiden) hieß Billy(ich nannte ihn Motte) und der andere Frakk(jetzt Teddy genannt) - Billy ist bereits in sein neues Zuhause umgezogen! Auch unsere anderen Schützlinge werden sicherlich bald "ihre" neuen Menschen finden. Es sind immer tolle Hunde, die wir mitbringen dürfen - dieses Mal waren es aber geradezu wahre Schätze......unglaublich wie toll diese Hunde sind.
Helfen Sie mit den dort zurückgebliebenen Hunden zu helfen - indem Sie uns helfen. DANKE.

 

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