Einige unserer "zu Hause"-suchenden Fellnasen...
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Happy End eines Todeskandidaten Drucken E-Mail
Geschrieben von: Michael Nesseler   
Freitag, 02. Oktober 2009 um 06:32
5.0/5 (192 Stimmen)

Spockneu2Die Bella Foundation betreibt kein Tierheim, sondern eine Tötung.....diese harte Realität dürfen wir alle nie vergessen. Es wurde mir wieder,mehr als schmerzlich bewußt, als ich die Nachricht bekam, daß 6 Hunde eingeschläfert werden mußten und die Namen derer, die als Nächste auf der Liste standen. Es begann die fieberhafte Suche nach Hilfe für diese Todeskandidaten. Es soll hier nicht verschwiegen werden, dass mancher Hund unmöglich in Deutschland zu vermitteln ist - weil er soviel Schlechtes, Schlimmes erfahren hat, dass er z.B. aggressiv geworden ist, od. psychisch so schwer traumatisiert, daß er eine lange Therapie bräuchte. - Jeder Hund ist "rettbar" - doch ist es immer auch eine Frage: wohin könnte solch ein Hund gehen, welche Pflegestelle ist bereit viel und lange mit solch einem Hund zu arbeiten, bis er in langen Monaten evtl. vermittelbar wäre - wieviel Geld können wir in die Rettung eines Hundes stecken? Denn : wir haben nur begrenzte Mittel und wenn wir in einen Hund viel , viel mehr investieren , als in einen anderen - dann bleiben andere auf der Strecke - denn es reicht nicht für alle. Also müssen wir immer sehr genau abwägen, ob der "Makel" eines Hundes, der auf einer Todesliste steht so schwer ist, daß wir ihn nicht retten können, od. aber doch eine kleine Chance besteht.- Ich bin sicher, daß alle Tierschützer und jede Tierschutzorganisation immer wieder vor solch eine Frage gestellt wird - jedoch sind diese Entscheidungen sehr unpopulär und werden meist insgeheim getroffen, ohne die Öffentlichkeit darüber zu informieren. Wir können nicht alle und jede unserer Entscheidungen (die wir teilweise innerhalb weniger Stunden treffen müssen) öffentlich austragen - wir bemühen uns jedoch die wichtigen Entscheidungen allen mitzuteilen, die Interesse daran haben.

So hatten wir auch diese Todeskandidaten genannt, um alle Webseiten Leser an der Suche nach Hilfe mit einzubeziehen.Bei jedem Hund mußten wir entscheiden. Lolka : ich kannte ihn. Er war nicht sehr groß, sehr freundlich zu Menschen, aber ein dominanter , selbstbewußter Kerl, der nicht wirklich mit Artgenossen zurechtkam. Als Pflegeplatz kam nur ein absolut erfahrener in Frage, möglichst ohne andere Tiere. (was so gut wie unmöglich ist!) Spockneu3Durch eine liebe Spenderin konnten wir Lolkas Rettung supporten und so ist er jetzt supergut untergebracht zur Pension in einem deutschen Tierheim - dort bekommt er zweimal am Tag lange Spaziergänge und wird von vielen Menschen gesehen - sodass seine Chancen gut sind in absehbarer Zeit sein Zuhause zu finden. - Hektor , der nächste Todeskandidat. Ihn kannte ich nicht. Er sollte überhaupt nicht an der Leine gehen können, sollte großeAngst vor Männern haben und allgemein unsicher und ängstlich. Jetzt war Hektor groß und ein Schäferhundmix. Ein Schäferhund , der ängstlich und unsicher ist, darf nur in erfahrene Hände kommen. Eine unserer Glueckshundehelfer war erfahren genug um es mit ihm zu wagen. So durfte Hektor zu unserer Heike reisen.Hektor war wunderschön - die Fotos straften ihn Lügen - wie so oft erkannte man beinahe nicht diesen schönen, langbeinigen Hund in ihnen wieder, der da gerettet vor uns stand. Wegen seiner schönen, großen Ohren nannte ihn seine Pflegemama Spocky. Heike nahm Spocky Tag für Tag seine Angst. Ihre zwei Hündinnen, halfen ihn zu erziehen und halfen mit ihm zu zeigen, daß die Welt schön ist.Wir inserierten Spocky überall, wo wir nur eine leise Hoffnung hatten, daß sich die richtigen Menschen für ihn melden würden. Denn überall konnte Spocky nicht hingehen. Für Kinder war er immer noch zu unsicher, er brauchte klare Strukturen, verständige Menschen, die viel Zeit für ihn hätten...........Und dann kamen sie, die Richtigen. Ein sehr liebes Ehepaar kam Spocky zweimal besuchen. Spocky mochte sie, das merkte man.

SpockineuDann zog Heike ihn um. Viele Tränen flossen......(Pflegemama sein ist ein harter Job!) und es fiel allen irrsinnig schwer. Doch als Heike sah, daß er bereits wie ein König empfangen wurde und mit jedem Telefonat sich die guten Nachrichten mehrten - da wußten wir, daß unser ehemaliger Todeskandidat genau die richtigen, einzig wahren (für ihn) Menschen gefunden hatte..
Was für ein Happy End. Spocky lernt jeden Tag dazu.Er läuft supergut "bei Fuß", kann Sitz, Platz - ist entsetzlich lieb und verschmust und wird jeden Tag sicherer. Er wird auch immer schöner - sein Fell glänzt wie eine Speckschwarte und unser Spocky bekommt kaum noch sein "Grinsen"
aus dem Gesicht, weil es ihm so gut geht. Da hat er auch Recht - schließlich ist er dem Tod von der Schippe gesprungen. - Wir brauchen solche Happy Endings so sehr! Die Entscheidungen, die wir zu oft zu fällen haben, würden uns sonst zerbrechen. Durch solche schönen Geschichten haben wir alle die Kraft weiterzumachen. Es lohnt sich so unendlich.
Es ist übrigens gelungen mit vielen Helfern und gemeinsamen Anstrengungen alle Hunde der letzten Todesliste zu retten.- Manche warten noch auf ihr Happy End - aber sie werden leben dürfen und vor allem ein lebenswertes Leben leben dürfen.............

Ihre Gabriele / Initiatorin der Glueckshunde (und im Namen von Heike, Spockys Pflegemama)

Kommentare

avatar Maju
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...gerade für Hektor/ Spocky freuen wir uns so sehr dass er ein tolles zu Hause gefunden hat... die Schäferhunde haben es uns sowieso besonders angetan.... unser Glückshund Molly ist jetzt ein Jahr bei uns und ein Leben ohne sie ist kaum mehr vorstellbar!! Ja und Pflegemama's müssen halt öfter mal weinen.. ich spreche aus Erfahrung :-) aber solche Happy End's sind es einfach wert! Wir wünschen der neuen Familie viel Freude mit ihrem neuen Begleiter! Fam. Junkherr
avatar maik88
+2
 
 
hallo fam. junkherr,
molly kenne ich auch,war ja die kollegin von nerrisa(Jetzt Nelly) und diese liebe nelly hat auch
an spockys erziehung mitgeholfen. nelly ist nämlich gleich ein haus weiter bei meinen eltern
eingezogen--so klein ist die welt! wir lieben auch alle schäfis und werden wohl demnächst
die peggy nehmen!
viele liebe grüsse auch an die molly
heike mit lady u. nelly
avatar Maju
+2
 
 
Hallo Heike, ja die Peggy hatten wir auch schon im Auge :-) und an die Nerissa kann ich mich noch gut erinnern von den Fotos her... vielleicht lernen wir uns ja alle mal kennen, würde mich freuen! lg Manuela
avatar maik88
+6
 
 
Hallo alle zusammen,
nur zur Info,spocky geht es prima und seine Ängste sind viel,viel besser gworden!!!


LG
Heike
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